Ein Sauerteig-Glossar, einfach erklärt.

Die Wörter aus Rezepten und aus der App.

A

Autolyse
Nur Mehl und Wasser mischen und ruhen lassen, bevor Starter und Salz dazukommen. Das Mehl quillt, und das Klebergerüst beginnt sich von selbst zu bilden.
Autolyse, Fermentolyse oder keins

B

Bräter
Ein schwerer Topf mit Deckel. Darin gebacken, bleibt der eigene Dampf des Brots im Topf, was Ofentrieb und Kruste hilft.
Eiswürfel für DampfEin verbrannter Boden

C

Coil Fold
Ein sanfteres Falten: Man hebt den Teig in der Mitte an, sodass sich die Enden darunterlegen. Für weiche Teige.

D

Dehnen und Falten
Eine Seite des Teigs hochziehen und überschlagen, die Schüssel drehen und wiederholen. Ein paar Mal während der Stockgare, um dem Teig Kraft zu geben, ohne zu kneten.

E

Einschneiden
Die Oberfläche des Teiglings kurz vor dem Backen einschneiden, damit er dort aufreißt, wo man will, und nicht dort, wo er am schwächsten ist.

F

Fermentolyse
Wie die Autolyse, aber mit dem Starter schon im Teig. Die Gare beginnt bereits während der Ruhezeit.
Autolyse, Fermentolyse oder keins
Fingerprobe
Mit bemehltem Finger in den Teigling drücken. Kommt die Delle langsam und nicht ganz zurück, ist er bereit für den Ofen.
Untergare oder Übergare
Fusel
Die graue Flüssigkeit, die sich auf einem hungrigen Starter sammelt. Sie ist Alkohol aus der Gärung. Einrühren oder abgießen, dann füttern.
Fütterungsverhältnis
Starter zu Mehl zu Wasser, nach Gewicht. 1:5:5 heißt ein Teil Starter, fünf Teile Mehl und fünf Teile Wasser. Ein größeres Verhältnis gibt dem Starter mehr Futter und braucht länger bis zum Höhepunkt.
Starter-Rechner

G

Gärkorb
Der Korb, in dem der geformte Teigling geht. Er hält die Form und hinterlässt die Mehlringe auf der Kruste.
Im Gärkorb kleben geblieben

H

Höhepunkt
Der Moment, in dem ein gefütterter Starter so weit aufgegangen ist, wie er geht: gewölbt und voller Blasen, kurz bevor er wieder zusammenfällt. Der beste Zeitpunkt, ihn zu verwenden.
Starter-RechnerMuss er sich verdoppeln?
Hydration und Teigausbeute
Wasser in Prozent des Mehlgewichts. 750 g Wasser auf 1000 g Mehl sind 75 % Hydration. Im deutschsprachigen Raum sagt man auch Teigausbeute (TA): Mehl plus Wasser, auf 100 Teile Mehl gerechnet. 75 % Hydration entsprechen TA 175.
Viel Wasser und offene Krume

K

Kalte Gare
Eine Stückgare im Kühlschrank, meist über Nacht. Sie bremst die Gare, vertieft den Geschmack und macht den Teigling leichter einzuschneiden.
So läuft ein Backtag
Krume
Das Innere des Brots. Offen heißt große, unregelmäßige Poren; dicht heißt kleine und gleichmäßige.
Große Löcher, sonst dichtKlitschige Krume

O

Ofentrieb
Das schnelle Aufgehen in den ersten Backminuten, wenn sich das Gas im Teig ausdehnt, bevor die Kruste fest wird.
Das flache Brot

R

Rundwirken
Den Teig nach der Stockgare locker rund formen, damit er vor dem endgültigen Formen zusammenhält.

S

Sauerteig (Vorteig)
Der Teil reifen Starters, der in den Teig kommt. Meist wird er eigens für das Brot angesetzt, indem man am Vorabend ein wenig Starter füttert.
Starter-Rechner
Starter
Eine Kultur aus wilden Hefen und Bakterien, die in Mehl und Wasser am Leben gehalten wird. Sie lässt Sauerteigbrot aufgehen und gibt ihm seinen Geschmack. Oft auch Anstellgut genannt.
Der Starter in der App
Starteranteil
Wie viel Starter im Teig ist, in Prozent des Mehls. 20 % sind üblich. Weniger Starter bedeutet eine langsamere, längere Gare.
Stockgare
Die erste Gare des ganzen Teigs, von dem Moment, in dem der Starter dazukommt, bis zum Teilen oder Formen. Hier entsteht der Großteil von Geschmack und Struktur.
So läuft ein Backtag
Stückgare
Die letzte Gare des geformten Teiglings im Gärkorb, vor dem Backen.
Untergare oder Übergare

U

Überschuss
Der Starter, den man vor dem Füttern wegnimmt, damit das Glas nicht immer voller wird. Er passt in Palatschinken, Cracker und Ähnliches.

Z

Zwischengare
Eine kurze Ruhe zwischen Rundwirken und Formen. Der Teig entspannt sich und lässt sich formen, ohne zu reißen.

Aktualisiert am 6. Oktober 2026